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„Denkt daran, dass er oft betete. Sein Leben wurde fortwährend er-
quickt durch frische Eingebungen des Heiligen Geistes. Lasst eure Ge-
danken, euer Innenleben so sein, dass ihr euch nicht schämen müsst,
wenn ihr dem Bericht darüber am Tage Gottes begegnen werdet. Der
Himmel ist für die innigen Gebete der Gerechten nicht verschlossen.
Elia war ein Mensch mit den gleichen Neigungen wie wir, und doch er-
hörte der Herr seine Bitten in höchst auffallender Weise. Der einzige
Grund unseres Mangels an Kraft durch Gott liegt in uns selbst. Wenn
das Innenleben vieler, die sich zur Wahrheit bekennen, ihnen vorgeführt
würde, wagten sie nicht den Anspruch zu erheben, Christen zu sein. Sie
wachsen nicht in der Gnade. Dann und wann wird ein hastiges Gebet
gesprochen, aber es besteht keine wirkliche Verbindung mit Gott. Wir
müssen viel beten, wenn wir Fortschritte im göttlichen Leben machen
wollen.“
Zeugnisse für die Gemeinde, B. 5, S. 170.
B. Auf welcher Verheißung können wir unsere Zuversicht im Gebet
gründen? 1. Johannes 5,14-15.
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„Gebet und Glaube sind eng verschwistert; sie müssen in ihrer Wech-
selbeziehung betrachtet werden. Im Gebet des Glaubens liegt eine gött-
liche Wissenschaft verborgen, eine Wissenschaft, die jeder, der sein
Lebenswerk erfolgreich gestalten will, verstehen muss. Christus sagt:
„Alles was ihr bittet in eurem Gebet, glaubet nur, dass ihr‘s empfangen
werdet, so wird‘s euch werden.“
(Markus 11,24).
Er macht deutlich, dass
unsere Bitte dem Willen Gottes entsprechen muss. Wir sollen um das
bitten, was er verheißen hat; und was wir dann empfangen, muss in der
Durchführung seines Willens betätigt werden. Wenn wir diesen Bedin-
gungen nachkommen, erfüllt sich die Verheißung unfehlbar. Um die Ver-
gebung der Sünden, um den Heiligen Geist, um eine christusähnliche
Natur, um Weisheit und Stärke zum Betreiben seines Werkes, ja, um
jede verheißene Gabe dürfen wir bitten; dann sollen wir auch glauben,
dass wir empfangen werden, und Gott danken, dass wir empfangen ha-
ben. Wir brauchen nicht nach äußeren Segensbeweisen zu suchen. Die
Gabe liegt bereits in der Verheißung; wir dürfen also in der Gewissheit
an unser Werk gehen, dass Gott fähig ist, zu tun, was er versprochen
hat, und dass die Gabe, die wir schon besitzen, dann wirksam wird,
wenn es am dringendsten not tut.“
Erziehung, S. 236-237.