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„Charaktervollkommenheit gründet sich auf den Wert den Christus für
uns hat. Wenn wir fortwährend von den Verdiensten unseres Erlösers
abhängen und in Seinen Fussstapfen wandeln, dann werden wir Ihm
gleich sein, rein und unbefleckt. Von keiner Seele verlangt unser Erlöser
Unmögliches. Er erwartet nichts von Seinen Jüngern, wozu Er nicht be-
reit ist, ihnen Gnade und Kraft zu verleihen um es zu erfüllen. Er würde
sie nicht auffordern vollkommen zu sein, wenn Ihm nicht jegliche unein-
geschränkte Gnade zur Verfügung stände um denjenigen zuteil werden
zu lassen denen Er ein so hohes und heiliges Vorrecht einräumt. Unsere
Aufgabe ist es danach zu ringen, um in unserem [menschlichen] Hand-
lungsbereich die Vollkommenheit zu erlangen, die Christus in Seinem
Leben in jedem Charakter-Stadium erlangte. Er ist unser Beispiel. In
jeder Hinsicht sollen wir darum bemüht sein, Gott in unserem Charakter
zu ehren. Wir müssen gänzlich von der Kraft abhängig sein, die zu ver-
leihen Er uns versprochen hat. Jesus besaß keine Eigenschaften und
verfügte über keinerlei Kräfte, deren die Menschen durch den Glauben
an ihn nicht auch teilhaftig werden könnten. Seine Vollkommenheit als
Mensch können alle seine Nachfolger besitzen, wenn sie sich Gott so
unterwerfen, wie er es tat. Unser Heiland ist ein Erlöser um der Vollkom-
menheit willen der ganzen Menschheit. Er ist nicht der Gott nur eines
Teils unseres Wesens. Die Gnade Christi arbeitet an der Disziplinierung
des ganzen Menschen. Er schuf alles. Er hat alles erlöst. Er hat den
Geist, die Kraft und den Körper genauso wie die Seele zu Teilhabern der
göttlichen Natur gemacht und alles ist Sein erworbener Besitz. Wir müs-
sen Ihm mit unserem ganzen Verstand, Herz, Seele und Kraft, dienen.
Dann wird der Herr durch Seine Heiligen, selbst in den gemeinsamen,
zeitlichen Dingen, in denen sie verbunden sind, verherrlicht werden.
„Heilig dem Herrn“ wird die Inschrift sein, die ihnen verliehen wird.“
God’s
Amazing Grace, S. 230.
Donnerstag, 20. März
5. „Dann aber werde ich erkennen“
1. Korinther 13,12
A. Welche Sicherheit hatte Paulus, dass die Grenzen und Schran-
ken unseres Verstandes genommen werden? 1. Korinther 13,12b.
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