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„Die Zeit steht uns bevor, in der die wunderwirkende Macht des Erzbe-
trügers noch klarer zu Tage treten wird. Und seine Betrügereien werden
sich in ihrer verführerischen Attraktivität steigern, so dass sie sogar die
Auserwählten verblüffen, ja, wenn möglich, verführen werden. Der Fürst
der Finsternis wirkt mitsamt seinen bösen Engeln auf die christliche Welt
ein, um alle, die den Namen Christi bekennen, zu verleiten, sich unter
das Banner der Finsternis zu stellen und gegen die zu kämpfen, die
Gottes Gebote halten und den Glauben Jesu haben. Eine abgefallene
Kirche wird sich mit den Mächten der Erde und der Hölle verbünden, um
auf der Stirn oder der Hand das Malzeichen des Tieres anzubringen. Sie
werden Gottes Kinder dazu drängen, das Tier und sein Bild anzubeten.
Sie werden versuchen dem Papsttum zu huldigen. Dann werden Zeiten
kommen, die jeden Menschen auf die Probe stellen. Das Bündnis der
Abtrünnigkeit wird nämlich fordern, dass die treuen Untertanen Gottes
das Gesetz Jahwes aufgeben und die Wahrheit seines Wortes ableh-
nen.“
Maranatha, S. 204.
B. Welchen Umfang können diese Täuschungen erreichen? 2. Ko-
rinther 11,14-15.
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„Als krönende Tat in dem großen Drama der Täuschung wird sich Sa-
tan als Christus ausgeben. Die Kirche hat lange Zeit bekannt, auf die
Ankunft des Heilandes, das Ziel ihrer Hoffnung, zu warten. Nun wird der
große Betrüger denAnschein erwecken, dass Christus gekommen sei. In
verschiedenen Teilen der Erde wird sich Satan unter den Menschen als
ein majestätisches Wesen von verwirrendem Glanz offenbaren, das der
von Johannes in der Offenbarung gegebenen Beschreibung des Soh-
nes Gottes gleicht.
(Offenbarung 1,13-15).
Die Herrlichkeit, die ihn umgibt,
ist unübertroffen von allem, was sterbliche Augen je gesehen haben. Es
ertönt der Jubelruf: „Christus ist gekommen! Christus ist gekommen!“
Das Volk wirft sich anbetend vor ihm nieder, während er seine Hände er-
hebt und es segnet, wie Christus seine Jünger segnete, da er auf Erden
lebte. Seine Stimme ist weich und gedämpft, doch voller Wohlklang. In
mildem, bemitleidendem Ton bringt er einige derselben gnadenreichen
himmlischen Wahrheiten vor, die der Heiland einst aussprach; er heilt
die Gebrechen des Volkes, behauptet dann in seinem angemaßten Cha-
rakter Christi, dass er den Sabbat in den Sonntag verändert habe, und
gebietet allen, den Tag, auf dem sein Segen ruhe, zu heiligen. Er erklärt,